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Japanische Kana-Fonts

Auch nur mit Kana-Fonts kann man Japanisch setzen. Gedichte oder Kinderbücher zum Beispiel. Aber sie sind in der Regel dafür geschaffen, mit einem vollständigen Font, der neben Kana-Zeichen auch Kanji enthält, gemischt und zusammengesetzt zu werden.

Kana-Mincho

Ryumin Old Kana

Ryumin Old Kana8 Schnitte
Alternative proportionale Kana-Schriften für die Ryumin-Großfamilie. Man könnte fast sagen, dass sie die »scharfe« Variante von der A1 Mincho sind.

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Shuei Kana No. 3

Shuei Kana No. 3 (Größe 3)8 Schnitte
Shuei-Schriften sind die Originalschriften von der Druckerei Shuei-Sha, die 1876 in Ginza, Tokio gegründet wurde und heute Dai Nippon Printing heißt.

Es existieren mehrere historische Schriftschnitte aus verschiedenen Epochen. Die »Größe 3« entspricht etwa der Schriftgröße von 16 Punkt und wurde um 1927 entworfen.

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Shuei Kana No. 5

Shuei Kana No. 5 (Größe 5)8 Schnitte
Die »Größe 5« entspricht etwa der Schriftgröße von 10,5 Punkt und wurde um 1913 entworfen.

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Yu-Tsuki Kana 36 Point

Yu-Tsuki Kana 36 Point7 Schnitte
Das Design basiert auf einer alten, 36 Punkt großen Mincho-Buchdruckschrift aus Tsukiji, die vermutlich Anfang des 20. Jahrhunderts angefertigt wurde.

Die letzte Arbeit des legendären Typedesigners Tsutomu Suzuki (1949–1998), der zwei Jahrzehnte lang bei Shaken tätig war und 1989 das Unternehmen Jiyukobo gründete. Die Schrift wird standardmäßig mit der Schriftfamilie Hiragino-Mincho kombiniert, die ebenfalls unter seiner Leitung entstand.

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Yu-Tsuki Kana No. 5

Yu-Tsuki Kana No. 5 (Größe 5)7 Schnitte
Wie so oft diente auch hier eine Buchdruckschrift aus Tsukiji als Vorlage für diese ausgesprochen elegante Kana-Schrift, die von Jiyukobo zwischen 1998 und 2002 entwickelt wurde.

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Antique

Antique7 + 4 Schnitte
Im Vergleich zu den üblichen Mincho-Schriften ist der Kontrast zwischen stärkeren und feineren Strichen bei dieser Kana-Schriften sehr klein. Dadurch sollten sie sich weniger auffällig in eine Gothic-Schrift einfügen. Zum Beispiel beim Manga-Satz.

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Tsukiji Shogo Kana

Tsukiji Shogo Kana1 Schnitt

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Tsukiji 35 Point Kana

Tsukiji 35 Point Kana1 Schnitt

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Tsukiji 1 Go Futokana

Tsukiji 1 Go Futokana1 Schnitt

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Tsukiji 3 Go Futokana

Tsukiji 3 Go Futokana1 Schnitt

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Tsukiji 3 Go Hosokana

Tsukiji 3 Go Hosokana1 Schnitt

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Egawa 3 Go Gyosho Kana

Egawa 3 Go Gyosho Kana1 Schnitt

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Tsukiji Zenki 5 Go Kana

Tsukiji Zenki 5 Go Kana1 Schnitt

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Tsukiji Kouki 5 Go Kana

Tsukiji Kouki 5 Go Kana1 Schnitt

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Tsukiji Katsubunsha 5 Go Kana

Tsukiji Katsubunsha 5 Go Kana1 Schnitt

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Outai Fujikana

Outai Fujikana1 Schnitt

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Musashino So Kana

Musashino So Kana1 Schnitt

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Kana-Gothic

Hiragino Kaku Gothic AD Kana

Hiragino Kaku Gothic AD Kana9 Schnitte

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Neo Today Small Kana

Neo Today Small Kana8 Schnitte
Angefertigt als alternative Kana-Schrift zum Bestseller Shin Gothic. Zwei Varianten, Small Kana und Large Kana, sind vorhanden. Das Beispiel hier ist die kleinere Variante Small, obwohl sie immer noch viel größer aussieht als alle anderen, in der selben Größe dargestellten Beispiele.

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Gakusan Neo Today

Gakusan Neo Today5 Schnitte

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Gakusan Shin Gothic

Gakusan Shin Gothic3 Schnitte

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Typelabo

Typelabo7 Schnitte

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Bokutoh

Bokutoh7 Schnitte
Eine moderne, humanistische Kana-Schrift mit traditionellen Kana-Formen. Entworfen im Jahre 1991 vom vielfach preisgekrönten Typedesigner Yutaka Satoh (1951–).

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Zengo

Zengo7 Schnitte
Diese vielseitige Schrift könnte man als »progressive Klassik« bezeichnen. Sie wird gewöhnlich mit Kanji von Shin Gothic oder Gothic MB101 zusammengesetzt.

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Kana-Maru-Gothic

Maru Antique

Maru Antique7 Schnitte

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Maru Antique

Maru Today7 Schnitte

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Gakusan Shin Maru Gothic

Gakusan Shin Maru Gothic3 Schnitte

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Kamo Lemon

Kamo Lemon7 Schnitte

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Kamo Lime

Kamo Lime7 Schnitte

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Ajioka Kana-Fonts

Ein Meilenstein in der Geschichte des japanischen Typedesigns

Pionierarbeit in Sachen Kana-Fonts geleistet hat das Multitelent Shintaro Ajioka (1949–). Seine bisherige künstlerische Tätigkeit umfasst Grafikdesign, Kalligrafie, Fotografie, Malerei, Bildhauerei, Möbeldesign, Architektur und Installationskunst. Anfang der 80er Jahre bekam er den Auftrag, Waka – japanische Gedichte – zu setzen, und suchte dafür eine passende Kana-Schrift, fand aber keine. So entschloss er sich, selbst eine zu kreieren, obwohl er keine Erfahrung mit dem Entwerfen von Drucktypen hatte. Die Resonanz auf seine erste Schrift Komachi war außerordentlich positiv, so dass er gleich eine zweite anfertigte: Ryokan. 1984 kamen beide Kana-Fonts als Fotosatz-Schriften auf den Markt, hatten besonders bei Grafikdesignern großen Erfolg und fanden rasch weite Verbreitung.

Ajiokas These, das japanische Schriftbild könne durch das Auswechseln der Kana einfach und effektiv verändert werden, ist zwar heute unter Fachkundigen allgemein anerkannt, aber damals war noch kaum jemand außer ihm von dieser Idee überzeugt und niemand setzte sie in die Tat um. Mit der Fertigstellung der weiteren drei Kana-Familien Yukinari, Kodoken (auch Koudouken) und Tsukiji vollendete er 1992 sein Vorhaben.

Jede seiner Schriftarten basiert auf einem kalligrafischen Stil bzw. verkörpert eine bestimmte historische Charakteristik, nach der sie benannt wurde. Jede Schriftfamilie umfasst 13 Schriftschnitte, die sich aus drei Schriftklassen mit gemeinsamen Formmerkmalen zusammensetzen: Grundschrift (Mincho), Gothic und Hybrid. Ajioka Kana-Fonts sind mit insgesamt 65 Schriftschnitten heute noch mit Abstand die größte Schriftsippe (Englisch: font superfamily) auf den Inseln.

Die Verwendung der Schriftfamilien innerhalb einer Schriftsippe garantiert eine gute Harmonie. Deshalb sind sie für ein Corporate Design, den einheitlichen visuellen Auftritt eines Unternehmens, besonders gut geeignet.

Ajioka Kana-Font Grundformen
Ajioka Kana-Font Grundformen

Eine Grundform, drei Schriftklassen, dreizehn Schriftschnitte.

Jede seiner Schriftfamilien besteht aus vier Mincho-, fünf Gothic- und vier Hybrid-Schnitten (v.l.n.r.). Alle 13 Schriftschnitte innerhalb eines Schriftstils besitzen die gemeinsamen Grundformen und Proportionen (die Abbildung zeigt Komachi).

Ajioka Kana Superfamily

Die »Superfamily«: Tsukiji, Komachi, Yukinari, Kodoken und Ryokan (v.l.n.r.).

Die ganz links gesetzten Kanji dienen dem Betrachter zur Orientierung, mit welchen Schriften für Kanji der jeweilige Kana-Font zusammengesetzt werden könnte. Ajioka verzichtete von Anfang an auf den Entwurf von Kanji.

Ajioka Kana-Fonts wurden früher von zwei Schriftenhäusern, Ryobi und TypeBank*, vertrieben, und die Zusammenstellung der Schriftfamilien unterscheidet sich mehr oder weniger voneinander (Abbildung links: Ryobi). TypeBank bietet seit 2004 insgesamt 70 Schriftschnitte an. Genaueres erfahren Sie auf der Website von TypeBank (Englisch).


* TypeBank (mit 158 Fonts) ist zwar seit April 2011 eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Morisawa, aber die Marke und Schriften werden unverändert weitergeführt. Die Font-Sparte von Ryobi (mit 136 Fonts) wurde am 01.10.2011 ebenfalls von Morisawa übernommen.

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Schriftfamilien und Satzmuster

Hier zeige ich Ihnen zunächst fünf Schrift- und Satzmuster aus jedem der fünf Schrifstile. Um die weiteren Schriftschnitte anzusehen, klicken Sie einfach auf das Bild.

Die Kanji in den Satzmustern stammen von den vom Schriftenhaus empfohlenen, sogenannten Standard-Fonts bzw. -Schriftarten, für die die Strichstärke der Ajioka-Fonts optimiert sind. Die drei Schriftarten heißen Hon Mincho, Now Gothic und Now Mincho, und Sie können die genaue Schriftmischung unter dem jeweiligen Satzmuster lesen.

Tsukiji Gothic

TsukijiGothic

Kanji: Now Gothic  |  13 Gesamtfamilie ansehen

Komachi Gothic

KomachiGothic

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Yukinari Gothic

YukinariGothic

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Kodoken Gothic

KodokenGothic

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Ryokan Gothic

RyokanGothic

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