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DTP · Fremdsprachensatz auf Japanisch

Haben Sie schon mal versucht, Japanisch »irgendwie« in Ihrem deutschen Satz- und Layoutprogramm zu setzen?

Satzarbeiten auf Japanisch

Japanisch setzen – viel mehr als nur Copy & Paste

Auf den ersten Blick wirkt es doch ganz einfach: richtige Schrift auswählen, Texte einsetzen, fertig. Man könnte meinen, dass dafür keine besonderen Kenntnisse erforderlich sind. Aber wenn Sie etwas genauer darüber nachdenken, wird Ihnen sicher klar, dass gute Satzarbeit auch in Ihrer Sprache mehr ausmacht als nur Copy & Paste, oder?

Flattersatz und Japanisch

Gute Satzarbeit? Großes Fragezeichen. Durch die Verbreitung der computerunterstützten Übersetzung (CAT) gehört zwar das Arbeiten per Copy & Paste für viele DTP-Spezialisten bei Übersetzungsagenturen immer mehr der Vergangenheit an. Aber das Problem beim japanischen Satz liegt leider ganz woanders.

Technischer Fortschritt im DTP-Softwarebereich

Heute scheint jeder in der Lage zu sein, Japanisch zu setzen. Japanische Schriften sind in jedem Betriebssystem vorinstalliert und technisch gibt es heutzutage keine Probleme mehr mit der Darstellung asiatischer Schriftzeichen auf einem deutschen Computer – mal davon abgesehen, dass man Japanisch nicht ohne weiteres senkrecht setzen kann. Aber immerhin: Man bekommt den japanischen Text ins Dokument und tatsächlich werden so immer mehr Druckerzeugnisse erstellt, egal ob von einem Setzer oder Nicht-Setzer, von einem Japaner oder Nicht-Japaner. Der technische Fortschritt macht’s möglich, und minderwertige Satzarbeiten häufen sich.

Sicher haben auch Sie schon Druckerzeugnisse auf Deutsch in Händen gehalten, die offensichtlich von Leuten erstellt worden waren, die weder der deutsche Sprache vollständig mächtig, geschweige denn mit den hiesigen Wahrnehmungsgewohnheiten und Regeln der Erstellung hochwertiger Satzarbeiten vertraut gewesen sein können. Im besten Falle mögen solche Produkte noch zu Ihrer Belustigung beigetragen haben. Aber möchten Sie eben diesen Eindruck in Japan erwecken?

»Richtige« Satzarbeiten

Das Mindeste, was man von jemandem erwarten sollte, der sich außerhalb von Japan mit Satzarbeiten auf Japanisch beschäftigt, ist, dass er sie richtig macht. Sieht man aber die Ergebnisse, muss man leider feststellen, dass das den wenigsten gelingt. Denn nicht jeder, der Japanisch spricht, kann auch Japanisch »richtig« setzen. Es ist ein Handwerk, ein Beruf, der leider oft unterschätzt wird.

Japanische Setzer müssen grundsätzlich Folgendes beherrschen:

Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, lässt besser die Finger davon. Schließlich soll die Satzarbeit bei den japanischen Lesern gut ankommen und nicht bei Menschen, die Japanisch nicht lesen können.

Missglückte Satzarbeiten auf Japanisch im deutschen Satzprogramm

In den folgenden Beispielen sehen Sie, welches Satzbild sich ergibt, wenn Japanisch unsorgsam in einem nicht dafür geeigneten Programm gesetzt wird. Zum Vergleich sehen Sie links neben dem japanischen Text ein typisches Satzbild eines europäischen, linksbündigen Flattersatzes (Blindtext. Schriftart: FF Meta Normal, Schriftgröße: 14 pt, Zeilenabstand: 18 pt, Kernig: Metrisch).

Flattersatz in InDesign, Muster
Japanisch. Falscher Flattersatz im deutschen InDesign

Falscher Flattersatz. Der typische Anfängerfehler beim japanischen Satz. Auf der Seite »Flattersatz und Kursive« erfahren Sie mehr, warum Flattersatz für japanische Texte nicht geeignet ist. Und ich verzichte jetzt darauf, weitere Fehler aufzuzählen, denn ein guter Typograf wird sie instinktiv erkennen, auch wenn er die Sprache nicht versteht. Generell gilt: Japanische Schriftzeichen wirken bei gleicher Punktgröße optisch viel größer, und die Zeilenabstände dadurch enger.

Japanisch: Programm: InDesign Deutsch, Schriftart: MS Gothic, Schriftgröße: 14 pt, Zeilenabstand: 18 pt, Satzart: Flattersatz, Kerning: Optisch

Flattersatz in InDesign, Muster
Japanisch. Falscher Blocksatz im deutschen InDesign

Falscher Blocksatz. Wer am Mac sitzt, sollte sich auch nicht deshalb sicherer fühlen als seine Kollegen am Windows-PC. Der schöne Hiragino-Font allein ist kein Garant für gute Noten. Auch nicht, wenn japanische Texte in Blocksatz mit fester Laufweite gesetzt sind.

Japanisch: Programm: InDesign Deutsch, Schriftart: Hiragino Kaku Gothic W3, Schriftgröße: 14 pt, Zeilenabstand: 18 pt, Satzart: Blocksatz, Kerning: 0 (Monospace)

Mit einem japanischen Satzprogramm »anständig« gesetzt:

Flattersatz in InDesign, Muster
Japanisch im Blocksatz, gesetzt im japanischen InDesign

Blocksatz für Japaner. Der ruhig wirkender Blocksatz mit Randausgleich ist die populärste Satzart in Japan. Und dafür sind japanische Software bestens ausgestattet.

Japanisch: Programm: InDesign Japanisch, Schriftart: »Composite Schrift« (Kanji: Gothic MB101 Regular, Kana: NeoToday Regular auf 95%, Lateinische Buchstaben: FF Meta Normal auf 110%), Schriftgröße: 12,3 pt, Zeilenabstand: 21,5 pt, Satzart: Blocksatz, Kerning: Metrisch

Japanische Software sind praktisch, erleichtern die Arbeit enorm, aber was typografische Einstellungen angeht – Schriftarten, Schriftgröße, Zeilenabstände, Satzart, Zeilenumbrüche, Zeichenabstände usw. – darüber entscheidet der Setzer immer selbst.

Übrigens, auch wenn Ihr Originaldokument in Flattersatz gesetzt ist, wundern Sie sich bitte nicht, dass die japanische Version des Dokuments in Blocksatz gesetzt wird. In Japan ist eben vieles anders.

Meine Kompetenzen

Sprachkenntnis und Sachkenntnisse haben die meisten japanischen Setzer. Typografische und gestalterische Fachkenntnisse haben jedoch nur wenige unter ihnen und äußerst selten in der Sprachkombination Deutsch-Japanisch. Genau darin liegt meine Kompetenz.

Qualität vor Quantität

Aufträge werden nur von mir ausgeführt und auf keinen Fall an Dritte weitergeleitet. Für Fließbandarbeit fühle ich mich nicht zuständig. Ich setze auf unkomplizierte Kommunikation und stabile Arbeitsqualität aus einer Hand.

Einsatzmöglichkeit der kompletten »Morisawa-Fonts«

Im deutschsprachigen Raum – möglicherweise sogar in ganz Europa – ist dieses Angebot mit über 800 verfügbaren Schriftschnitten einmalig. Denjenigen, die noch nie von Morisawa gehört haben, stelle ich das bekannteste Schriftenhaus Japans hier etwas ausführlicher vor.

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