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Schrift und Image

Nicht ohne Grund gibt es so viele Schriftarten in unserer Gesellschaft. Jede Schriftart vermittelt einen anderen Eindruck. Wer sich auch typografisch sein eigenes Image geben will, braucht die passende Schriftart. Das gilt auch für Japanisch.

Japanische Typografie Schriftart

Schrift und Image in Europa

Corporate Design ist ein wichtiger Teil der Corporate Identity und bestimmt das Erscheinungsbild eines Unternehmens. Die entscheidende Rolle spielt dabei – die Schrift. Sie wird in allen Kommunikationsmitteln konsequent verwendet und leistet einen genauso großen Beitrag für den Wiedererkennungseffekt des Unternehmens wie das Unternehmenslogo. Sie haben bestimmt auch schon erlebt, dass Sie bei einer Werbung gleich an der Schriftart unterbewusst erkennen, für welches Unternehmen geworben wird.

Anders als Kanji, wie die chinesischen Schriftzeichen in Japan genannt werden, haben die lateinischen Buchstaben äußerst klare und einfache Formen. Das bedeutet für Typedesigner große Flexibilität und Freiheit. Außerdem enthält das lateinische Alphabet nur wenige Buchstaben. Europa hat deshalb bereits eine lange Geschichte des Typedesigns und heute ist die Zahl der Schriftarten so groß, dass niemand mehr ihre genaue Zahl weiß. In Europa hat es quasi immer die optimale Voraussetzung für die Entstehung und Umsetzung des Gedankens gegeben, eine Schriftart ins Corporate Design zu integrieren.

Im Zeitalter der digitalisierten Schriften wird nicht nur einfach eine beliebige Schriftart ausgesucht und verwendet, die auf dem Markt verfügbar ist, sondern zunehmend wird sie auch modifiziert, damit die Individualität noch steigt. Heute ist es sogar keine Seltenheit mehr, dass ein Unternehmen Typedesigner damit beauftragt, eine eigene Schrift zur exklusiven Nutzung anzufertigen (siehe: Hausschriften-Liste bei Typografie.info).

Schriftart und Wirkung

In den folgenden beiden Abbildungen sehen Sie, wie langweilig unser Alltag mit einer einzigen Schriftart aussehen kann, und eben das Gegenteil, wie bunt und verständlich er auch sein kann, wenn eine passende Schriftart, die eine inhaltsbezogene Atmosphäre schafft, für jeden Begriff gekonnt ausgewählt ist.

Schriftarten Helvetica und MS Gothic

Helvetica und MS Gothic

Imageübertragung ins Japanische

Für die Herstellung des Originals Ihrer Kommunikationsmittel scheuen Sie keine Kosten und Mühen, investieren viel Zeit. Nicht wenige arbeiten mit einer Werbeagentur zusammen. Die Schriftart, -größe, -farbe und das Layout werden nicht nach Belieben, sondern von erfahrenen Profis gezielt herausgearbeitet. Das »Image« wird sichtbar. Die englische oder französische Sprachversion für den Export sieht genauso hübsch aus wie das Original, aber … wie sieht die japanische Fassung aus? Ist sie noch vergleichbar mit dem Original?

Der direkte Vergleich zwischen der deutschen und der japanischen Sprachversion eines Schriftstücks scheint wegen des grundverschiedenen Charakters der Schriften auf den ersten Blick nicht möglich. Aber Japaner und Deutsche sind doch gleichermaßen Menschen. Was Titel, Überschriften, Zwischenüberschriften, Fließtext und sonstige andere typografische Elemente angeht, haben beide die gleiche Art der Wahrnehmung. Unabhängig von der Sprache haben wir ein ähnliches Empfinden für die gesetzten Texte.

Das heißt, wenn man mit japanischsprachigen Kommunikationsmitteln die gleiche Wirkung bei Japanern erzielen will, wie mit deutschsprachigen bei Deutschen, müssten die wesentlichen typografischen Strukturen auch bei der Übertragung ins Japanische streng eingehalten werden. Unter diesen Gesichtspunkten sollte man prüfen, ob beide Versionen den gestellten Ansprüchen auch gerecht werden. Wie sind die Schriftgröße, Schriftstärke, Zeilenabstände und die Aufteilung der Weißräume?

Kuriose Drucksachen aus Europa

Berufsbedingt habe ich bisher eine Menge kuriose japanische Drucksachen und Websites gesehen, die anscheinend in Europa angefertigt worden sind. Die meisten davon wurden von japanischunkundigen Europäern erstellt, der Rest stammte von Japanisch-Übersetzern, die zwar gut schreiben aber nicht richtig setzen können. Hierzulande werden Dinge einfach in Druck gegeben, die in Japan undenkbar wären. Aber Papier ist ja bekanntlich geduldig. Oft tun mir die Japaner leid, die die japanische Fassung wirklich brauchen. Einige amüsieren sich bestimmt über die Kuriositäten, aber das dürfte keiner der Herausgeber beabsichtigt haben.

Japan in Deutschland – bei mir sind Sie genau richtig.

Satzarbeiten auf Japanisch sollte man mit der gleichen Sorgfalt ausführen wie die Gestaltung des Originals. In meinem Berliner Arbeitsraum habe ich mir die gleichen Arbeitsbedingungen geschaffen, wie sie Grafikdesigner in Japan haben. Nicht nur die japanische Software, sondern auch mehr als 800 hochwertige japanische Schriftschnitte warten auf ihren Einsatz. Ich helfe Ihnen, damit das Image Ihres Unternehmens auch bei Japanern richtig ankommt.